Die Übersetzung ins Spanische wurde von der Organisation Acción International por la Salud (Bolivien) vorgenommen, die auch eine gedruckte Fassung in vierstelliger Auflage an Forschungseinrichtungen in ganz Lateinamerika versandt hat. Das zeigt, dass die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Forschung nicht nur in Deutschland gestellt wird. So wie das Projekt med4all in Deutschland, setzen sich weltweit Organisationen und Einrichtungen für Konzepte einer gerechten Arzneimittelversorgung ein.
Eine Umfrage unter Wissenschaftlern soll Informationen darüber liefern, welche Bedeutung der Schutz geistiger Eigentumsrechte für Wissenschaftler an öffentlichen Forschungseinrichtungen hat. Erfragt werden Einschätzungen verschiedener Handlungsmöglichkeiten und die Erfahrungen mit Industriekooperationen.
Ihre Meinung zu geistigen Eigentumsrechten aus öffentlich finanzierter Gesundheitsforschung in Deutschland ist uns sehr wichtig. Zur Umfrage...
Einige neue Publikationen setzen sich im weiteren Sinn mit der Rolle öffentlicher Forschung für die Versorgung armer Länder auseinander. Die wichtigsten in Kürze:
G-Finder (Moran et al): Das Projekt G-Finder untersucht jährlich die weltweiten Ausgaben für Forschung zu vernachlässigten Krankheiten. 2008 lagen die Ausgaben bei 2,96 Milliarden US-Dollar. Wichtigste Geldgeber sind reiche Industrieländer (60,8%), innovative Entwicklungsländer (Brasilien, Indien und Südafrika, zusammen 2,6%) und Stiftungen (24,2%). Die Pharmaindustrie trägt 12% bei (vor allem kleine Firmen und Biotechunternehmen). Unter den Top 5 der Geldgeber sind außer den USA und der Europäischen Kommission auch Brasilien und Indien.
Gene patents and collaborative licensing models (van Overwalle Ed.):Dieser Sammelband der belgischen Juristin befasst sich mit dem Patent-Dickicht, das in den letzten Jahren durch Patentierung von Genen entstanden ist. Die Probleme werden beschrieben und verschiedene Lösungsansätze verglichen, etwa Patent Pools, Open Source Ansätze oder Clearinghouse Mechanismen.
Die Veranstaltungsreihe an den Universitäten Berlin, Münster, Köln, Freiburg, Würzburg und München ist auf großes Interesse gestoßen. Bis zu 70 Studierende haben sich an regen Diskussionen beteiligt. Verschiedene Vorträge, Zeitungsberichte und Fotos stehen nun zum Download bereit. Zur Dokumentation geht's hier.
Technologie-Manager führender US-amerikanischer Universitäten wollen sich verstärkt für eine bessere Gesundheitsversorgung in armen Ländern einsetzen. Das „Statement zur gerechten Verteilung medizinischer Technologien“ wurde am 9. November unterzeichnet. Unterzeichner des Statements sind das Kuratorium der Association of University Technology Managers (AUTM) sowie die Zuständigen für Technologietransfer der Boston University, Brown University, Harvard University, Oregon Health & Science University, University of Pennsylvania und der Yale University. AUTM wirbt nun um weitere Unterstützer. Nach zwei Tagen haben bereits die University of Illinois und mit den staatlichen US National Institutes of Health (NIH) die weltgrößte Forschungsförderungsorganisation die Erklärung unterzeichnet.