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07.05.13

Uni Bergen beschließt soziale Prinzipien

Die Universität von Bergen (Norwegen) hat Prinzipien für eine sozial gerechte Verwertung ihrer Forschungsergebnisse verabschiedet. Der Beschluss ist das Ergebnis eines zweijährigen Verhandlungsprozesses, den Studierende der Universities Allied for Essential Medicines (UAEM) angestoßen hatten. Die Universität bekennt sich dazu, mit geeigneten Lizenz- und Kooperationsvereinbarungen für einen weltweit gleichberechtigten Zugang zu Medikamenten und Gesundheitsprodukten zu sorgen, die der Universitätsforschung entstammen.

 

Zum Beschluss: www.uib.no/filearchive/2013-008.pdf

(Foto: F. Goldschmidt/Wikimedia)



10.04.13

Global Health: Welche Universität ist die Beste?

Studierende haben den Einsatz US-amerikanischer und kanadischer Universitäten für die globale Gesundheit bewertet. Drei Leitfragen standen im Zentrum: Kümmert sich die Forschung um vernachlässigte Krankheiten? Werden sozialverträgliche Lizenzen angewendet? Werden die Studierenden zu „global health leaders“ ausgebildet?

Über ein Jahr haben nordamerikanische Studierende des Netzwerks Universities Allied for Essential Medicines (UAEM) an der Bestandsaufnahme gearbeitet. Unter http://globalhealthgrades.org sind die Wertungen von 54 Universitäten aufgelistet. Sieger ist die University of British Columbia. Positiv gewertet wurde beispielsweise, dass die UBC für 50% ihrer medizinischen Erfindungen nicht-exklusiven Lizenzen vergeben hat.  (Foto: © Picture-Factory - Fotolia.com)



27.11.12

Tübingen: Meilenstein für soziale Lizenzen

Die Universität Tübingen hat den gerechten Zugang zu Forschungsergebnissen in ihren Patentleitlinien verankert. Sie ist die erste Hochschule in Deutschland, die das Prinzip "Equitable Licenising" als Option vorsieht: "Die Eberhard Karls Universität Tübingen begrüßt prinzipiell die Möglichkeit von Equitable Licensing Modellen, um innerhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen Innovationen vor allem auch in Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen", so die Leitlinie.

Die Lizenzmodelle wurden ursprünglich an US-amerikanischen Hochschulen erarbeitet. Sie sollen mit öffentlichen Geldern entwickelte Produkte möglichst weltweit verfügbar machen. Besonders in ärmeren Ländern verhindern hohe Preise z.B. oft den Zugang zu einer notwendigen Gesundheitsversorgung.

Christian Wagner-Ahlfs setzt sich als Koordinator des Projektes med4all seit mehreren Jahren für Equitable Licensing ein und begrüßt den Tübinger Beschluss: "Nun kann die Versorgung von Menschen in Entwicklungsländer zukünftig noch stärker in die Lizenzverhandlungen eingebracht werden."



15.06.12

Horizon 2020: Forschung mit Zukunft

Die öffentliche Forschungsförderung in Europa soll gerechte Lizenzen zum Standard machen. Das fordert das Netzwerk Universities Allied for Essential Medicines UAEM. Europäische Kommission und Parlament erarbeiten derzeit unter dem Titel „Horizon 2020“ die Rahmenbedingungen für die europäische Forschungsförderung ab 2014. UAEM setzt sich dafür ein, eine sozialverträgliche Verwertung der Forschungsergebnisse sicherzustellen. Änderungsvorschläge zum Kommissionsentwurf der Beteiligungs- und Verbreitungsregeln sehen vor, für Forschung mit weitreichender sozialer Bedeutung – etwa im Bereich Gesundheit oder Klima – die nicht-exklusive Lizenzierung zum Standard zu machen. Geförderte Einrichtungen sollten sich aktiv dafür einsetzen, dass aus der Forschung resultierende Produkte eine möglichst weite Verbreitung finden. Solche Regeln werden bereits im Lizenzierungsprogramm der US-amerikanischen National Institutes of Health umgesetzt. (Foto: Aintschie/Fotolia.com)

 

Download der Änderungsvorschläge hier



11.04.12

WHO Arbeitsgruppe empfiehlt Equitable Licensing

Equitable Licensing kann längerfristig den Zugang zu Medikamenten verbessern. Zu diesem Schluss kommt eine Expertengruppe der Weltgesundheitsorganisation in ihrem Abschlussbericht.

Das Konsortium med4all hatte das Konzept „Equitable Licensing“ eingereicht. Der Vorschlag zu Equitable Licensing wurde von der Arbeitsgruppe in die Kategorie "open innovation" eingeordnet. Auch wenn Equitable Licensing keinen direkten Forschungsanreiz schafft, sei es doch direkt mit Forschungsanreizen verknüpft, da es Hürden des geistigen Eigentums ausräumen wolle. Damit würde die Forschung und Entwicklung unterstützt sowie Capacity Building und Technologietransfer erleichtert. Deshalb stelle das Modell einen guten Beitrag dar, die Versorgung von Entwicklungsländern mit Gesundheitsprodukten zu verbessern.

Zum Bericht...

 




Termine:

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19.-21. April 2013 Kopenhagen: UAEM-Europe Treffen

Mit Workshop der BUKO Pharma-Kampagne. Infos: uaem.dk/aem/

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7. Juni 2012 Brüssel: Europäisches Parlament

Veranstaltung zum neuen Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020...

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8. März 2012 Berlin: Debatte im Bundestag

Mehrere Anträge liegen vor, um Forschung für die Bedürfnisse von Entwicklungsländern zu...

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30. Nov. 2011 Brüssel: EU Forschungsrahmenprogramm

Die Verankerung von Equitable Licensing im neuen Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ ist Thema...

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29. Nov. 2011 Berlin: Parlamentarischer Abend

"Gesundheitsforschung für vernachlässigte Krankheiten: Plädoyer für eine nachhaltige...

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