Vom 19.02 bis zum 21.2 fand in New York das weltweite Treffen der Koordinatoren von Universities Allied for Essential Medicines UAEM statt. 40 Vertreter/innen aus den USA, Kanada, Europa und Rwanda trafen sich zur Planung gemeinsamer Aktivitäten. Deutschland war mit einer Vertreterin und einem Vertreter repräsentiert.
UAEM ist ein Netzwerk studentischer Gruppen, die sich für die gesellschaftliche Verantwortung ihrer Universitäten einsetzen (Philadelphia Consensus Statement). UAEM Germany wurde 2009 neu gegründet und hat zur Zeit aktive Gruppen in sechs Städten. (Foto: Julia Rappenecker)
Die Übersetzung ins Spanische wurde von der Organisation Acción International por la Salud (Bolivien) vorgenommen, die auch eine gedruckte Fassung in vierstelliger Auflage an Forschungseinrichtungen in ganz Lateinamerika versandt hat. Das zeigt, dass die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Forschung nicht nur in Deutschland gestellt wird. So wie das Projekt med4all in Deutschland, setzen sich weltweit Organisationen und Einrichtungen für Konzepte einer gerechten Arzneimittelversorgung ein.
Eine Umfrage unter Wissenschaftlern soll Informationen darüber liefern, welche Bedeutung der Schutz geistiger Eigentumsrechte für Wissenschaftler an öffentlichen Forschungseinrichtungen hat. Erfragt werden Einschätzungen verschiedener Handlungsmöglichkeiten und die Erfahrungen mit Industriekooperationen.
Ihre Meinung zu geistigen Eigentumsrechten aus öffentlich finanzierter Gesundheitsforschung in Deutschland ist uns sehr wichtig. Zur Umfrage...
Einige neue Publikationen setzen sich im weiteren Sinn mit der Rolle öffentlicher Forschung für die Versorgung armer Länder auseinander. Die wichtigsten in Kürze:
G-Finder (Moran et al): Das Projekt G-Finder untersucht jährlich die weltweiten Ausgaben für Forschung zu vernachlässigten Krankheiten. 2008 lagen die Ausgaben bei 2,96 Milliarden US-Dollar. Wichtigste Geldgeber sind reiche Industrieländer (60,8%), innovative Entwicklungsländer (Brasilien, Indien und Südafrika, zusammen 2,6%) und Stiftungen (24,2%). Die Pharmaindustrie trägt 12% bei (vor allem kleine Firmen und Biotechunternehmen). Unter den Top 5 der Geldgeber sind außer den USA und der Europäischen Kommission auch Brasilien und Indien.
Gene patents and collaborative licensing models (van Overwalle Ed.):Dieser Sammelband der belgischen Juristin befasst sich mit dem Patent-Dickicht, das in den letzten Jahren durch Patentierung von Genen entstanden ist. Die Probleme werden beschrieben und verschiedene Lösungsansätze verglichen, etwa Patent Pools, Open Source Ansätze oder Clearinghouse Mechanismen.