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16.10.13

University College London beschließt weitreichende Verpflichtungen

Das University College London (UCL) hat eine Richtlinie zur sozial gerechten Handhabung ihrer Erfindungen verabschiedet. Damit setzt eine der wichtigsten Hochschulen Großbritanniens ein wichtiges Signal.  Der stellvertretende Leiter des UCL hebt den fruchtbaren Austausch mit Universities Allied for Essential Medicines (UAEM) bei der Erarbeitung dieses Dokuments hervor. Was sind die wesentlichen Beschlüsse?

  •  Reflektierter Umgang mit geistigem Eigentum: Das geistige Eigentum dürfe bei der Gesundheitsversorgung von Menschen in Entwicklungsländern nicht zum Hindernis werden. Deshalb wolle man künftig genauer prüfen, welche geistigen Eigentumsrechte für Gesundheitstechnologien notwendig wären.
  • Lizenzbestimmungen: Im Fall von Patentschutz soll über kreative Lizenzverträge der Gesundheitsnutzen berücksichtigt werden. Als Beispiel führt das UCL finanzielle Vergünstigungen für die Lizenznehmer auf, etwa Verzicht auf Lizenzgebühren, oder Verpflichtungen für die spätere Preisgestaltung.
  • Vorbehalte für die Zukunft: In vielen Fällen ist beim ersten Vertragsabschluss noch nicht absehbar, welche Bedeutung die Erfindung zukünftig für Menschen in Entwicklungsländer haben wird. Dem soll durch entsprechende Klauseln Rechnung getragen werden, die eine Nachbesserung des Vertrags erlauben.
  • Engagement in der Produktentwicklung: UCL erklärt, die Gesundheitsbedürfnisse ärmerer Länder zukünftig in der eigenen Forschung stärker zu berücksichtigen. Dazu möchte man sich auch in Public-Private-Partnerships einbringen, die Erfindungen bis zur Zulassungsreife weiter entwickeln.
  • Evaluierung:Es soll eine Methode entwickelt werden, die erfasst, wie erfolgreich das eigene Bemühen um eine Verbesserung des globalen Zugangs zu den Früchten der Universitätsforschung ist.  (Foto: Steve Cadman/CC-BY-SA-2.0)



26.06.13

Praxisbeispiele für sozial gerechte Forschung

 

Was können öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen dafür tun, ihre Forschungsergebnisse auch für Menschen in ärmeren Ländern verfügbar zu machen?

Eine neue Broschüre zeigt: Mehr als gedacht! Von Lizenzmodellen wie Equitable Licensing über non-profit-Kooperationen bis hin zu eigenen Produktentwicklungen. Die Publikation stellt erstmals vielfältige Fallbeispiele aus Europa vor – alle aus der Praxis heraus entwickelt und erprobt.

Die Beispiele zeigen: Viele Forscherinnen und Forscher in Europa sorgen bereits dafür, dass ihre Forschungsergebnisse auch tatsächlich bei denen ankommen, die sie dringend benötigen. Es ist höchste Zeit, auch in Deutschland neue Wege zu beschreiten.

 

Zur Broschüre...



07.05.13

Uni Bergen beschließt soziale Prinzipien

Die Universität von Bergen (Norwegen) hat Prinzipien für eine sozial gerechte Verwertung ihrer Forschungsergebnisse verabschiedet. Der Beschluss ist das Ergebnis eines zweijährigen Verhandlungsprozesses, den Studierende der Universities Allied for Essential Medicines (UAEM) angestoßen hatten. Die Universität bekennt sich dazu, mit geeigneten Lizenz- und Kooperationsvereinbarungen für einen weltweit gleichberechtigten Zugang zu Medikamenten und Gesundheitsprodukten zu sorgen, die der Universitätsforschung entstammen.

 

Zum Beschluss: www.uib.no/filearchive/2013-008.pdf

(Foto: F. Goldschmidt/Wikimedia)



10.04.13

Global Health: Welche Universität ist die Beste?

Studierende haben den Einsatz US-amerikanischer und kanadischer Universitäten für die globale Gesundheit bewertet. Drei Leitfragen standen im Zentrum: Kümmert sich die Forschung um vernachlässigte Krankheiten? Werden sozialverträgliche Lizenzen angewendet? Werden die Studierenden zu „global health leaders“ ausgebildet?

Über ein Jahr haben nordamerikanische Studierende des Netzwerks Universities Allied for Essential Medicines (UAEM) an der Bestandsaufnahme gearbeitet. Unter http://globalhealthgrades.org sind die Wertungen von 54 Universitäten aufgelistet. Sieger ist die University of British Columbia. Positiv gewertet wurde beispielsweise, dass die UBC für 50% ihrer medizinischen Erfindungen nicht-exklusiven Lizenzen vergeben hat.  (Foto: © Picture-Factory - Fotolia.com)



27.11.12

Tübingen: Meilenstein für soziale Lizenzen

Die Universität Tübingen hat den gerechten Zugang zu Forschungsergebnissen in ihren Patentleitlinien verankert. Sie ist die erste Hochschule in Deutschland, die das Prinzip "Equitable Licenising" als Option vorsieht: "Die Eberhard Karls Universität Tübingen begrüßt prinzipiell die Möglichkeit von Equitable Licensing Modellen, um innerhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen Innovationen vor allem auch in Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen", so die Leitlinie.

Die Lizenzmodelle wurden ursprünglich an US-amerikanischen Hochschulen erarbeitet. Sie sollen mit öffentlichen Geldern entwickelte Produkte möglichst weltweit verfügbar machen. Besonders in ärmeren Ländern verhindern hohe Preise z.B. oft den Zugang zu einer notwendigen Gesundheitsversorgung.

Christian Wagner-Ahlfs setzt sich als Koordinator des Projektes med4all seit mehreren Jahren für Equitable Licensing ein und begrüßt den Tübinger Beschluss: "Nun kann die Versorgung von Menschen in Entwicklungsländer zukünftig noch stärker in die Lizenzverhandlungen eingebracht werden."




Termine:

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13.Nov. 2013 Freiburg: Wie gerecht kann Forschung sein?

Vorträge von Peter Beyer (WHO)  und Christian Wagner-Ahlfs (med4all) . Infos:...

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19.-21. April 2013 Kopenhagen: UAEM-Europe Treffen

Mit Workshop der BUKO Pharma-Kampagne. Infos: uaem.dk/aem/

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7. Juni 2012 Brüssel: Europäisches Parlament

Veranstaltung zum neuen Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020...

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8. März 2012 Berlin: Debatte im Bundestag

Mehrere Anträge liegen vor, um Forschung für die Bedürfnisse von Entwicklungsländern zu...

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30. Nov. 2011 Brüssel: EU Forschungsrahmenprogramm

Die Verankerung von Equitable Licensing im neuen Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ ist Thema...

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